Die Altersvorsorge gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung und mit ihr auch die Rürup-Rente. Dafür verantwortlich ist auf der einen Seite die Angst vor der Altersarmut, genährt durch die Tatsache, dass das Rentenniveau sinkt. Auf der anderen Seite wollen viele Verbraucher zunehmend die Kontrolle über ihr Vermögen und die Alterssicherung in den eigenen Händen halten. Leider fehlt es gerade jungen Berufseinsteigern an der nötigen Erfahrung und dem Wissen, um die für sich passende Altersvorsorgeoption zu finden.
Damit sind sie ein leichtes Opfer für Vermittler, welche die Lebenssituation der Sparer außer Acht lassen. Diese Meinung vertritt zumindest die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und weist jetzt auf diese Tatsache hin. Mit Schulungen will man zudem Berufseinsteiger für die optimale Altersvorsorge sensibilisieren. Was die Verbraucherschützer besonders stört, ist die Tatsache, dass jungen Angestellten zum Beispiel die Rürup-Rente zu einem Zeitpunkt verkauft wird, zu dem eigentlich andere Produkte wesentlich angemessener wären.
Konkret richtet sich die Basisrente, wie die Rürup-Rente auch genannt wird, eher an Personenkreise ohne Zugehörigkeit zur gesetzlichen Rentenversicherung bzw. Sparer, die andere Möglichkeiten – wie die Riester-Rente – ausgeschöpft haben.
Der konkrete Vorteil einer Rürup-Rente ist nämlich die relativ hohe steuerliche Vergünstigung und die Tatsache der Basisaltersvorsorge. Daher sind für Berufseinsteiger mit mittleren Einkommen andere Varianten der Alterssicherung eher geeignet. Selbständige oder leitende Angestellte mit hohen Einkommen, die Steuern in der Anzahlungsphase sparen wollen, sollten eher zur Rürup-Rente greifen.